Spielplatz und Gelände

Das Heim steht auf einem ca. 30 ha großen Privatgelände, das von lockerem Mischwald und Busch bestanden ist. In der Nähe der Gebäude liegt ein großer Spielplatz. Prunkstück auf dem Spielplatz ist eine Seilbahn, die neben einem Reck und einer Schaukel aus einer Spende bezahlt wurde. Hinter dem Unterrichtsraum gibt es drei Tischtennisplatten. Ein Wasserspielplatz mit drei Handpumpen lädt zum Dämme bauen und Matschen ein . Auf einem kleinen Hartplatz kann man Ball spielen. In einem für die Kinder zugänglichen Streichelgehege leben Zwergziegen.

Auf dem Feuerplatz (und nur dort!) kann man Lagerfeuer abbrennen und grillen (bei extremer Trockenheit bitte nicht!). Zwei Bunkerruinen im Wald sind den Kindern für Abenteuerspiele willkommen. Für Lehrer und Betreuer hat das Gelände einen unschätzbaren Vorteil: Obwohl es weiträumig ist, können die Kinder sich nicht verlaufen und sind nirgends durch Straßenverkehr gefährdet. Die Grenzen des Grundstücks sind nach allen Seiten klar erkennbar. Das Heim hat zwei voneinander unabhängige Unterkunftshäuser und kann von zwei verschiedenen Gruppen bewohnt werden, die sich lediglich über die gemeinsame Benutzung des Esssaals einigen müssen.

Die Häuser stehen mittlerweile unter Denkmalschutz und haben bauliche Eigenart: Die Außenhülle wurde in der Nachkriegszeit aus bogenförmigen Wellblechprofilen erbaut. Innen wirkt das durch Holzvertäfelung und Wärmedämmung recht gemütlich. Die Wohnhäuser haben inzwischen massive Anbauten für Waschräume erhalten. Alle Häuser sind zentral beheizt und mit Warmwasser versorgt. Die Heizung ist über Raum- oder Heizkörper Thermostate regelbar.

Hier einige Bilder unseres Spielplatzes

Bunker

 

Die Bunker sind Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg, als das Gelände militärisch genutzt wurde. Heute sind sie ein beliebter Spielplatz für die Kinder. Sie empfinden die halb in die Erde eingelassenen Mauerwerke als sehr abenteuerlich. Es ist aber völlig gefahrlos, dort zu spielen!

Ein Riesenspaß für Klein und Groß – gemeinsames Sitzen und Grillen am Lagerfeuer

Der Bisselstein

 

Der Bisselstein „AUF EINEN SCHELMEN ANDERTHALBE“

Wer kennt ihn nicht, diesen Spruch auf dem Findling am Zufahrtsweg zu unserem Schullandheim. Er steht auf der linken Seite, kurz bevor man den Sandplatz erreicht. Schon mancher hat sich den Kopf zerbrochen, wer den Stein aufgestellt hat und welche Bedeutung er hat. Dass der Spruch von Goethe stammt, wussten einige zu berichten. Aufklärung bringt das „Bisselbuch 3“ des Gründers unseres Schullandheims, des Rektors der Knabenschule Röwekamp Karl Peters.
Demnach stammt der Stein aus der Zeit vor der Einrichtung des Schullandheims. Das Gelände war im 2. Weltkrieg Teil eines Feldflugplatzes, der als Ersatzplatz für den Fliegerhorst Ahlhorn gedacht war. Das Rollfeld war südlich der Straße Bissel-Garrel, wo auch heute noch Militärgelände ist. Auf der nördlichen Seite standen Baracken für die Horstkompanie, das Bodenpersonal und die LKW-Fahrer. Ein Bunker diente als Lazarett, heute ein beliebter Spielplatz!
Auf dem Gelände lagen und liegen Findlinge. Einer davon wurde zu Anfang des 2.Weltkrieges von einem Horstkommandanten aufgestellt und mit einem Zitat aus einem Neujahrswunsch Goethes versehen, der vollständig so lautet:

„Im neuen Jahre Glück und Heil,
Auf Weh und Wunde gute Salbe!
Auf groben Klotz ein grober Keil!
Auf einen Schelmen anderthalbe!“

Über die Beweggründe, die letzte Zeile in den Findling einmeißeln zu lassen, ist leider nichts bekannt, aber dieser Spruch passt sicher auch zu unserem Schullandheim!

Steinbackofen/Grill

 

Wer einmal ein im Steinbackofen gebackenes Brot oder einen Kuchen gegessen hat, wird den besonderen Geschmack so schnell nicht vergessen. Bis zum fertigen Nahrungsmittel dauert es aber mehrere Stunden.
Zuerst wird hinten im Ofen auf ganzer Breite ein Feuer entzündet. Als Heizmaterial verwenden wir hier meistens Buchenholz. Das Holz muss oft nachgelegt werden. Mit einem Schieber wird die Glut auf der waagerechten Steinfläche stündlich von hinten nach vorn vorgezogen, damit der Ofen gleichmäßig heiß wird. Achtung! Aus dem Ofenloch kommen sehr heiße Luft- und Rauchschwaden.

Wenn die Innenwände des Backofens hell geworden sind, der Ruß also verbrannt ist, kann die Asche und die restliche Glut mit dem Schieber in eine vor der Öffnung stehende Wanne gefüllt werden. Danach wird eine Stange, an der ein nasser Feudel hängt, in den Ofen geführt. Der nasse Feudel wird gegen Wände und Boden geschlagen, um Aschereste zu entfernen.

Jetzt wird der Boden mit Mehl ausgestreut, um die Hitze zu „sehen“. Anschließend beginnt der eigentliche Backvorgang. Mit dem Holzschieber wird der vorbereitete Teig in den Ofen geschoben. Das Ofenloch wird mit einer Platte verschlossen. Weil das vorherige Heizen die Steine des Backofens außerordentlich stark erhitzt hat und die Steine die Wärme lange speichern, kann schon nach 20 bis 30 Minuten das erste Brötchen aus dem Ofen geholt werden. Ganze Brote werden länger gebacken (ca. 45 bis 60 Minuten).

Der Summstein

Stecke vorsichtig deinen Kopf in das Loch und gib Laute, Brumm- und Summtöne von dir. Hast Du die richtige Tonlage gefunden, vibriert der ganze Kopf und Körper.